July 2, 2019

Gastkommentar Mag. Victoria Mukhina, Geschäftsführerin von NRA International in Wien

Umweltschutz steht nicht nur bei westlichen Industriestaaten auf der Agenda. Das Thema gewinnt auch in Russland immer mehr an Bedeutung. Wenn Russland „grüner“ wird, dann bietet das aber auch Chancen für neue Kooperationen für Staaten und Unternehmen. Wir haben uns ganz konkret angesehen, ob die Öl- und Gasindustrie ökologisch verantwortlich agiert – sie ist immerhin ein wesentliches Rückgrat der russischen Wirtschaft.

 

Wie weit der Umweltgedanke bei den einzelnen russischen Öl- und Gaskonzernen vorgedrungen ist, zeigt das jährliche Rating der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF), der CREON Group und der National Rating Agency (NRA). Bereits zum fünften Mal untersuchten die Initiatoren Branchenunternehmen auf Umweltmanagement, Auswirkungen auf das Ökosystem und Transparenz in Fragen des Umweltschutzes. Sieger des diesjährigen Ratings war wie auch im vergangenen Jahr der Konzern Sakhalin Energy, der das Projekt Sakhalin-2 zur Förderung von Erdgas und -öl nördlich der russischen Pazifikinsel Sachalin im Ochotskischen Meer betreibt. Auf Rang zwei und drei folgten Zarubeshneft, das sich vor allem im Ausland engagiert, und Exxon Neftegaz Ltd (Sakhalin-1).

 

Objektive Informationen für Kunden und Partner

 

Das Rating liefert objektive Informationen über den Grad der Umweltverantwortung der russischen Öl- und Gasunternehmen und soll sukzessive auf weitere Länder ausgeweitet werden. Für Kasachstan wird bereits seit 2017 ein derartiges Rating erstellt. Die transparente Bewertung ist ein Instrument für das staatliche Risikomanagementsystem und ein weiterer Baustein für höhere Standards im Umweltbereich. Es liefert darüber hinaus der Öffentlichkeit leicht zugängliche Informationen und dienst Investoren als Basis für ihre Entscheidung. Verbraucher und Partner leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Umweltpolitik in Russland und Kasachstan, wenn sie jene Unternehmen bevorzugen, die weniger Umweltschäden verursachen und bestrebt sind, ihre Aktivitäten umweltfreundlich zu gestalten.

Society Magazin, 345/Juni-Dezember 2019, Seite 74

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