December 8, 2015

Die Entwicklung des BIP in Russland liegt 2015 voraussichtlich bei minus 3,8 Prozent. Die makroökonomische Analyse der National Rating Agency (NRA) für die ersten drei Quartale 2015 zeigt, dass sich die Wirtschaftsentwicklung in Russland im Sog der weltweiten Abschwächung des Wirtschaftswachstums befindet: der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Wachstumsprognose auf 3,1 Prozent reduziert, die chinesische Wirtschaft findet nicht zu seiner alten Stärke zurück und die erdölexportierenden Länder kämpfen weiterhin mit fallenden Rohstoffpreisen.

Die Verbraucherpreise sind in Russland in den ersten drei Quartalen schneller gestiegen als im Vorjahr und der Industrieproduktionsindex hat sich abgeschwächt. Neben dem Bergbau muss auch die Baubranche durch die sinkende Nachfrage Einbußen hinnehmen. Die Landwirtschaft erholte sich aufgrund saisonaler Effekte leicht. Im Transportwesen ist eine Annäherung auf das Niveau von 2014 in Sicht. Die Exporte sind in den ersten drei Quartalen 2015 um 32 Prozent und die Einfuhren um 38,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr eingebrochen.

Der Finanzbereich hat mit steigenden Ausfallquoten in der Kreditwirtschaft zu kämpfen. Das Haushaltsdefizit steigt auf 1,2 Prozent des BIP als Folge der wachsenden Ausgaben und sinkenden Ölexporteinnahmen. „Das Anziehen der USA Geldpolitik ist einer der Hauptrisikofaktoren für Russland bis zum Jahresende 2015. Die steigende Inflationsrate in Kombination mit einem volatilen Wechselkurs stellen ein großes Risiko dar“, so Victor Chetverikov, Generaldirektor der National Rating Agency.

Russia’s Economy 3rd Quarter 2015 Review

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